Thema: Blog

Sprechen wir von Armut! – Ein Kommentar zu Obdachlosigkeit

15. November 2017

Die Berichterstattung zur Räumung eines Obdachlosencamps am Hertzbergplatz im Oktober speist den Diskurs um Obdachlosigkeit in Neukölln mit kriminalisierenden Tendenzen, und zieht eine Linie zwischen „den ausländischen Obachlosen“ und „uns“. Ohne wahrnehmbare Kritik aus der Gesellschaft verschärft sich der Ton gegen Obdachlosigkeit in der neuköllner Kommunalpolitik. Statt ihre Lebensbedingungen als Armut zu benennen und zu problematisieren, werden Obdachlose zum Problem gemacht. Es gibt aber auch Beispiele der Solidarität. Letztendlich wir durch eine verklärte Debatte über Obdachlosigkeit die viel wichtigere über Armut in Deutschland, und ihr Zusammenspiel mit der aktuellen Wohnkrise verdeckt. Die Vermeidung des Sprechens von Armut und die Normalisierung von sozialem Chauvinismus gegen Obdachlose aber ist Anzeichen einer gesellschaftlichen Verrohung, die wir in Berlin nicht zulassen dürfen. mehr lesen

Der Spiegel lädt zum Schlussverkauf ein

3. November 2017

„Immobilien-SchnäppchenWo sich der Wohnungskauf in Berlin noch lohnt“

Kundendienst für Spekulanten: ‚Der Immobiliendienstleister Dr. Lübke & Kelber hat sich die insgesamt 96 Stadtteile Berlins genauer angesehen – und für jeden Stadtteil das jeweilige Risiko den möglichen Renditechancen für Immobilieninvestoren gegenübergestellt.‘

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/immobilien-wo-sich-der-wohnungskauf-in-berlin-noch-lohnt-a-1176187.html

»Deutsche Wohnen AG« will den Mietspiegel kippen

2. November 2017

Der schwindelerregende Anstieg der Wohnkosten reicht der ‚Deutsche Wohnen AG‘ immer noch nicht. Sie will die (ohnehin völlig unzureichende) Mietpreisbremse kippen und mehrere ihrer langjährigen Mieter vor das Berliner Verfassungsgericht zwingen. „Das heißt: Der Gentrifizierungsdruck wird noch weiter zunehmen, die Bewohner werden noch beschleunigter ausgetauscht werden.“

Weiter in Junge Welt vom 2.11.2017

Solidarische Aktion Neukölln fordert „Wohnungen für Alle“

1. November 2017

Wohnungen für Alle statt 14€/m2 und Start-Up-Kultur in der Neuköllner „Alten Post“!

Unter diesem Titel hat die ‚Solidarische Aktion Neukölln‘ kürzlich ein bemerkenswertes Flugblatt erstellt und bei einer Kundgebung auf der Karl-Marx-Straße gegenüber der ‚Alten Post‘ verteilt. Es thematisiert die Vorstellung der Bezirksleitung von einem ’schöneren‘ und ‚moderneren‘ Stadtteil, bei dem aber die einfache Bevölkerung auf der Strecke bleibt: mehr lesen

Kundgebung für den Erhalt der Bäckerei Pannierstraße 41

23. Oktober 2017

Kundgebung am Fr, 27. Oktober um 17:00 Uhr vor der Bäckerei

Schon wieder soll eine Bäckerei weichen, die aus Sicht des Eigentümers
nicht in das Konzept des Hauses bzw. des Kiezes passt!

Seit 17 Jahren führt die Familie Uzuner ihr Geschäft in der Pannierstraße 41, direkt an der Haltestelle des M 29. Sie betreibt auch den Späti im selben Haus und ist seit Jahrzehnten tief verwurzelt im Kiez. Der Münchner Eigentümerin

Huber im Tal Immobiliengesellschaft mehr lesen

Rosi bleibt! Ein solcher Milieuschutz schützt uns nicht!

23. Oktober 2017

Pressemitteilung der Mieter_innen-Initiative „Rosi bleibt!“ (Berlin Neukölln) vom 23.10.2017

Ein solcher Milieuschutz schützt uns nicht!
Eine Hausgemeinschaft protestiert gegen ihre Verdrängung

(Berlin, 23.10.2017) Am 24.10.2017 um 9:30 Uhr werden Mieter_innen eines Hauses in der Roseggerstraße/Weserstraße in Neukölln gemeinsam ein Protestschreiben beim Bezirksamt übergeben (Stadtentwicklungsamt Neukölln Karl-Marx-Straße 83, 12040 Berlin). Der Grund: Ihr Haus liegt zwar seit Kurzem im Milieuschutzgebiet, dennoch will der Bezirk dem derzeitigen Eigentümer genehmigen, die Wohnungen in Eigentumswohnungen umzuwandeln. Die Bewohner_innen des Hauses befürchten, ihre Wohnungen daher bald gezwungenermaßen verlassen zu müssen – insbesondere, wenn die neuen Eigentümer_innen Eigenbedarf anmelden. mehr lesen

Fälle von Entmietung und Verdrängung gesucht

21. Oktober 2017

Das Peng! Kollektiv plant mit einigen anderen mal wieder eine Kampagne. Sie suchen dafür noch dringend und schnellstmöglich Fälle von (versuchter) Entmietung und Vertreibung, die Öffentlichkeit OK finden.

Ihr könnt diese Fälle melden per Email an info@pen.gg, am besten verschlüsselt mit deren PGP Schlüssel. Deren Hotline ist 24/7 unter +49 1520 7329440 erreichbar.

BVV am 18.10.17 – Kurzbericht

19. Oktober 2017

In der BVV-Sitzung gestern wurden erwartungsgemäß einige Themen behandelt, die u.a. auch unseren Kiez betreffen, ich kann das hier nur stichpunktartig und etwas willkürlich ausgewählt wiedergeben – nach über 5h bin ich gegangen, die Sitzung ging vermutlich noch etliche Zeit weiter.

Obdachlose, ’saubere Parks‘

Am Anfang bekräftigte Giffey ihre harte Haltung gegenüber Obdachlosen die in den Neuköllner Grünanlagen übernachten. Dass sie in diesem Zusammenhang von einem „freiwilligen Angebot“ zur Rückreise spricht ist m.E. zynisch – die Betroffenen wurden schlicht geräumt und da sie aus osteuropäischen EU-Ländern kommen stehen ihnen gesetzlich auch keine Sozialleistungen zu – sprich es gibt keine Unterbringungsangebote oder eine weitergehende Betreuung. Die wären aber Voraussetzung um die von Giffey beklagten Schleuserstrukturen aufzubrechen und mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Ansonsten erging sie sich in populistischen Statements, sprach davon, dass „unsere“ Grünanlagen als Erholungsgebiete für die Berliner erhalten werden müssten. Saubere Parks genießen ihre volle Aufmerksamkeit, zu der Frage, was mit den Leuten passieren soll, hat sie wenig gesagt. mehr lesen

Eindrücke von der Stadtteil-Tagung am 14.10.17

18. Oktober 2017

Ich kann die Bedenken von einigen Leuten schon verstehen. Zuerst kam da die Ansprache von Bürgermeisterin Giffey, deren wichtigstes Problem im Kiez anscheinend ist, dass es sauber und ordentlich ist und wie gut unser Ordnungsamt aufgestellt ist. Vom Ausverkauf des Kiez und der Verdrängung kein Wort, bis Jana sie lautstark daran erinnert hat. Aber am Ende kam doch wieder das Ordnungsamt…

Danach habe ich dann in der Runde an unserem Tisch einige Fragen hauptsächlich an Herrn Biedermann gestellt. Als Info kurz gefasst die jeweiligen Antworten: mehr lesen